Kumulieren und Panaschieren

So funktioniert die Kommunalwahl

Bei der Kommunalwahl haben Wählerinnen und Wähler mehr Möglichkeiten als bei vielen anderen Wahlen. Zwei Begriffe tauchen dabei immer wieder auf Kumulieren und Panaschieren. Was zunächst kompliziert klingt, ist in Wirklichkeit einfach erklärt und bietet viel Spielraum für eine persönliche Stimmabgabe.

Grundsätzlich gilt jede Wählerin und jeder Wähler hat so viele Stimmen, wie Sitze im jeweiligen Gremium zu vergeben sind, zum Beispiel für die Stadtverordnetenversammlung in Idstein sind es 45 Stimmen. Diese Stimmen können frei verteilt werden.

Kumulieren bedeutet, dass man einer Kandidatin oder einem Kandidaten mehrere Stimmen geben kann. Wer eine bestimmte Person besonders unterstützen möchte, kann ihr bis zu drei Stimmen geben. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn einzelne Kandidierende einem besonders wichtig sind.

Panaschieren heißt, dass Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Parteien oder Wählergruppen gewählt werden können. Man ist also nicht auf eine einzige Liste festgelegt, sondern kann Stimmen parteiübergreifend vergeben.

Beides lässt sich miteinander kombinieren. Stimmen können auf verschiedene Parteien verteilt und einzelnen Personen mehrfach gegeben werden. Wichtig ist nur, dass insgesamt nicht mehr Stimmen vergeben werden, als zur Verfügung stehen.

Diese Art der Stimmabgabe stärkt die persönliche Auswahl und macht die Kommunalwahl besonders demokratisch. Sie ermöglicht es, gezielt Menschen zu unterstützen, unabhängig davon, auf welcher Liste sie kandidieren.

Wer sich unsicher ist oder die Möglichkeiten einmal in Ruhe ausprobieren möchte, kann dies ganz unkompliziert tun. Einen fiktiven interaktiven digitalen Stimmzettel, auf dem sich Kumulieren und Panaschieren Schritt für Schritt ausprobieren lassen, finden Sie hier. So wird schnell deutlich, wie einfach das Prinzip funktioniert.

Kommunalpolitik betrifft den Alltag vor Ort und jede Stimme zählt.